Studie des Bundesumweltministeriums:

Ausbau der erneuerbaren Energien hat geringen Einfluss auf Strompreise

Die Umlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) führt bis 2015 nur zu einem geringen Anstieg der Strompreise, mittel- und langfristig zu einer deutlichen Entlastung. Damit widerlegt die vom BMU beauftragte Studie bisherige Behauptungen, dass die Umlage aus dem EEG zu hohen wirtschaftlichen Belastungen und kaum bezahlbaren Stromrechnungen führt.

Laut Studie wird die EEG-Umlage für einen Durchschnittshaushalt (mit einem Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr) von heute 6,70 Euro auf 8 Euro im Jahr 2015 ansteigen. Ab 2015 wird sie dann deutlich absinken (siehe Tabelle).
Grundlage für die Berechnungen bildet die voraussichtliche Entwicklung der Strompreise. Hier halten die Autoren einen deutlichen Anstieg für wahrscheinlich. Zum anderen liegen der Studie Annahmen über den Ausbau der erneuerbaren Energien zugrunde. Bis 2030 könnte demnach der Anteil der erneuerbaren Energien bei 66 Prozent liegen.
Erwartete Kostenentwicklung durch das EEG

  2010 2015 2020 2025 2030
 Strom aus erneuerbaren Energien (gesamt) in TWh 99,0156,0
 217,0 267,0 318,0
 Strom aus erneuerbaren Energien (vergütet) in TWh 83,0 138,0 183,0 180,0 51,0
 Vergütung erneuerbare Energien real in Mrd. Euro 12,7 18,0 20,3 18,0 5,7
 Umlage erneuerbaren Energien in Cent/kWh 2,3 2,7 1,9 1,0 0,1

Umlage erneuerbaren Energien je Haushalt in Euro/Monat

6,7
8,0 5,6 3,1 0,5

Quelle: BMU-Studie "Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und global", Juni 2010

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