Eine Katze liegt auf einem weißen Heizkörper
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Was kostet Heizen künftig? Öl, Gas, Wärmepumpe und Fernwärme im Blick

Wer über eine neue Heizung nachdenkt, schaut oft zuerst auf den aktuellen Preis für Öl, Gas, Strom oder Fernwärme. Was Heizen über die nächsten Jahre tatsächlich kostet, hängt aber von mehreren Faktoren ab: Von den Anschaffungskosten, den laufenden Kosten, dem CO₂-Preis und dem Zustand des Gebäudes. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Heizen im Vergleich: Wovon die Kosten abhängen

Öl und Gas: Wer mit Öl oder Gas heizt, zahlt neben dem Energiepreis einen CO₂-Preis. 2026 liegt er in Deutschland zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO₂, 2027 soll das so bleiben. Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel ETS 2 starten. Dann bildet sich der Preis über den Handel mit Zertifikaten. Wie hoch er langfristig sein wird, lässt sich heute nicht sicher sagen. Auch Netzentgelte und Steuern beeinflussen die Kosten.

Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe nutzt Wärme aus der Umgebung und braucht dafür Strom. Die laufenden Kosten hängen vor allem vom Strompreis ab und davon, wie effizient die Anlage im jeweiligen Gebäude arbeitet. Mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage lässt sich dafür ein Teil des Stroms selbst erzeugen.

Fernwärme: Fernwärme ist nur dort möglich, wo ein Wärmenetz vorhanden oder geplant ist. Die Anschaffungskosten im eigenen Haus sind meist geringer als bei einer eigenen Heizungsanlage. Die laufenden Kosten richten sich nach den Preisen des Wärmeversorgers. Wie das Ergebnis im Vergleich ausfällt, kann sich zudem bei größeren Gebäuden anders darstellen als beim Einfamilienhaus. Ob Ihr Gebäude in Zukunft an die Fernwärme angeschlossen wird, können Sie auf der Website der Stadtwerke Karlsruhe prüfen.

„Biotreppe“

Wer heute eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, muss die sogenannte Biotreppe einhalten: Ab 2029 muss ein schrittweise steigender Anteil der Wärme aus klimafreundlichen Brennstoffen stammen. Wie sich das künftig erfüllen lässt und was es kostet, ist heute noch offen. Mögliche Zusatzkosten sollten daher beim Kostenvergleich mitgedacht werden.

Alle Kosten über viele Jahre betrachten

Für einen fairen Vergleich reichen die laufenden Heiz- und Reparaturkosten (Betriebskosten) nicht aus. Sinnvoller ist es, alle Kosten über einen längeren Zeitraum – zum Beispiel 20 Jahre – zusammenzurechnen: Anschaffung und Einbau der Heizung ebenso wie Energiepreise, Wartung und Betrieb (Vollkosten)

Im Vergleich schneidet die Wärmepumpe bei den Betriebskosten in der Regel am besten ab. Auch wenn alle Kosten über viele Jahre betrachtet werden, ist sie häufig die günstigste Lösung – trotz höherer Anschaffungskosten. Die Gasheizung ist zwar oft günstiger in der Anschaffung, wird durch steigende Gas- und CO₂-Preise auf lange Sicht aber meist zur teuersten Variante.

Sparschwein auf einer Heizung, in der eine Münze reingeworfen wird.
© Shutterstock/Africa Studio

Hinzu kommt: Jedes Gebäude ist anders. Wie viel Wärme wird benötigt? Wie gut ist das Haus gedämmt? Gibt es vor Ort ein Wärmenetz? Ist eine Photovoltaik-Anlage vorhanden oder geplant? Erst aus diesem Gesamtbild ergibt sich, welche Lösung langfristig wirtschaftlich und technisch passt.

Welche Heizung passt zu meinem Gebäude?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Statt sich an einem einzelnen Preis oder einer Prognose zu orientieren, lohnt der Blick auf mehrere Punkte:

  • den aktuellen und zukünftigen Wärmebedarf
  • den energetischen Zustand des Gebäudes
  • die Investitionskosten
  • die laufenden Energie- und Betriebskosten
  • verfügbare Wärmenetze
  • Möglichkeiten für Wärmepumpe und Photovoltaik sowie
  • aktuelle Fördermöglichkeiten

So lässt sich besser einschätzen, welche Lösung langfristig wirtschaftlich, klimafreundlich und passend für das eigene Gebäude ist.

Kostenfreie und neutrale Beratung bei der KEK

Eine neue Heizung ist eine Entscheidung für viele Jahre. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig Informationen einzuholen – am besten, bevor die alte Heizung ausfällt. Die Energieberaterinnen und -berater der KEK schauen gemeinsam mit Ihnen auf Ihre Situation und zeigen mögliche nächste Schritte auf: kostenfrei, neutral und verständlich.

Vereinbaren Sie online einen Termin oder rufen Sie uns an unter 0721 480 88 250.

Wir helfen beim Klimaschutz für:

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