Eine Hand dreht eine LED-Birne in eine Lampenfassung.
© Stromspar-Check

Wohnung Stromspar

Stefan zeigt, dass auch Mieterinnen und Mieter Teil der Energiewende sein können. Im Beitrag erzählt er, welche Energiespartipps für ihn am besten funktioniert haben.

Steckbrief: Wohnung Stromspar

Bewohner der Wohnung: Stefan
Typ: Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus, gebaut in den 1950er-Jahre
Steht: in der Karlsruher Nordstadt
Merkmale: Großes Wohnquartier, viel Grün, freie Lage über den Baumwipfeln
Zustand: Gepflegter Bestand nach Sanierung in den 1990er-Jahren

Stromsparen über den Baumwipfeln

Im fünften Stock eines Wohnquartiers in der Karlsruher Nordstadt lebt Stefan, 61 Jahre alt, auf rund 50 Quadratmetern. Künstler – und Mieter. Sein Zuhause liegt in einem Gebäudeensemble, das ursprünglich in den 1950er-Jahren als US-Militärquartier errichtet wurde und in den 1990er-Jahren im Rahmen eines großen Projekts umfassend saniert wurde. Das Haus ist also gut gedämmt und wurde an die Fernwärme angeschlossen.

Viele würden sagen: Als Mieter kann man beim Thema Energiewende wenig tun. Stefan zeigt, dass das nicht stimmt.

 Heute lesen Sie:

  • wie Stefan seinen Stromverbrauch minimiert hat
  • welche Energiespartipps für ihn am besten funktionieren

Stefans Stromverbrauch liegt deutlich unter dem Durchschnitt

Stefans Stromverbrauch ist ungewöhnlich niedrig. Während typische Single-Haushalte etwa 1.200 bis 1.800 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr verbrauchen, kommt er auf rund 550 Kilowattstunden jährlich.

Zwei leuchtende Lampen sind zu sehen. Sie sind in eine Mehrfachsteckdose mit Kippschalter eingesteckt, sodass man sie alle auf einmal ausmachen kann.
© Privat

Kippschalter eignen sich wunderbar zum Stromsparen

Stefan kennt seinen Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch genau und geht bewusst damit um. Viele Geräte hängen an Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter, nachts ist der WLAN-Router ausgeschaltet. „Bei mir läuft eigentlich nur der Kühlschrank und die Uhrzeitanzeige am Herd – alles andere läuft nur, wenn ich es wirklich nutze.“

Geld sparen dank Stromspar-Check

Den Anstoß zum Energiesparen gab unser kostenfreier Stromspar-Check, ein Angebot für Haushalte mit geringem Einkommen, etwa mit Karlsruher Pass, BAföG oder Wohngeld. Prüfen Sie hier, ob auch Sie einen Stromspar-Check bekommen können. 2022 hat Stefan einen Stromspar-Check erhalten. Wir haben nachgefragt, was sich seitdem verändert hat:

Er konnte seinen Stromverbrauch von 845 Kilowattstunden auf 550 Kilowattstunden pro Jahr reduzieren. Er spart damit 118 Euro an Stromkosten jährlich ein (bei einem angenommenen Preis von 40 Cent pro Kilowattstunde).

Ein Teil der Einsparungen geht auf einfache Maßnahmen des Stromspar-Checks zurück:

  • Die Deckenbeleuchtung wurde von den Stromsparhelferinnen und -helfern durch LEDs ersetzt. Eine LED verbraucht nur etwa 3,8 Watt, eine herkömmliche Glühbirne rund 40 Watt. So spart Stefan etwa 120 Kilowattstunden Strom pro Jahr.
  • Außerdem nutzt er nun Mehrfachsteckdosen mit Kippschaltern, mit denen sich Geräte komplett ausschalten lassen.
  • Stefan hat außerdem einen wassersparenden Duschkopf bekommen. Dieser verbraucht statt 10 Litern nur noch 7 Liter Wasser pro Minute.

Eine größere Maßnahme war der Austausch des Kühlschranks. Da Stefans Gerät älter als zehn Jahre war und viel Energie verbrauchte, konnte er im Rahmen des Stromspar-Checks ein energieeffizienteres Modell gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten.

Unser Stromspar-Helfer Oliver Braun weiß aus Erfahrung: „In vielen Wohnungen gibt es einen echten Wow-Moment, wenn ich alte Glühbirnen durch helle LEDs ersetze!“ Außerdem hat er einen Tipp, den noch nicht viele kennen: „Beim Kochen am besten das Wasser zuerst im Wasserkocher erhitzen und erst danach in den Topf geben. Und ganz wichtig – beim Kochen immer den Deckel aufsetzen. Das spart Energie!“

Stefans beste Energiespar-Tipps

Auch Stefan hat ein paar Tipps auf Lager. „Die Verbräuche schaue ich mir einmal pro Monat an, um eventuelle Kosten noch einzusparen.“ Außerdem kündigt er zum Jahresende seinen Stromvertrag: „Ich schließe dann einen günstigeren Vertrag ab, für den ich vom neuen Anbieter sogar noch einen Bonus bekomme.“

Stefan lächelt in die Kamera. Er steht auf seinem Balkon.
© KEK

Stefan spart in seiner Mietwohnung ordentlich Strom

Das Thema Energie Sparen ist Stefan wichtig: „Jeder hat die Verantwortung Ressourcen zu sparen“. Eine gute Einstellung, denn dadurch spart er gleichzeitig Geld. Aber auch Stefan will sich noch weiter verbessern. Er möchte digitale Thermostate an seine Heizkörper montieren, um die Temperatur seiner Heizkörper auch unterwegs durch eine App steuern zu können.

Balkonkraftwerk hilft, weiter Strom zu sparen

Seit gut einem Jahr hat er auch ein Balkonkraftwerk, das ihn beim Stromsparen weiter unterstützt. Der Ertrag ist so hoch, dass er an sonnigen Tagen mehr Strom erzeugt, als er verbrauchen kann. Stefan nutzt die selbst produzierte Sonnenenergie ganz bewusst: Waschmaschine, Laptop oder andere größere Verbraucher laufen bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint.  

Möchten Sie auch Energiekosten sparen?

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Unsere Stromsparhelferinnen und -helfer unterstützen Sie gerne. Vereinbaren Sie einen kostenlosen Stromspar-Check für Ihr zuhause telefonisch 0721 480 88 16 oder online:

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