Die Bausteine für die private Energiewende sind verfügbar: PV-Anlage auf dem Dach, Wärmepumpe im Keller, Speicher in der Garage und ein E-Auto davor. Doch in der Praxis herrscht oft digitale Funkstille zwischen den Komponenten. Unterschiedliche Hersteller und fehlende Standards verhindern dabei ein intelligentes Zusammenspiel. Wie „Dynamisches Lastmanagement“ trotzdem gelingen kann, zeigt das kostenfreie Experten-Format „Brennpunkt“ des Energie-Netzwerks fokus.energie e.V..
Fünf Experten, fünf Perspektiven: Licht im System-Dickicht
Der „Brennpunkt“ soll Licht in den aktuellen Stand der Dinge bringen: Dazu lädt das Netzwerk fokus.energie e.V. gemeinsam mit der Handwerkskammer Karlsruhe und der Elektro-Innung Karlsruhe zu einer hochkarätigen und informativen Runde. Nach inhaltlicher Einführung ins Thema durch Peter Oesterlin, Obermeister der Elektro- Innung Karlsruhe, und Hilmar F. John, Geschäftsführer fokus.energie, beleuchten fünf Experten die Problematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln:
Steffen Häusler vom „Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg“ berichtet über Erfahrungen zum dynamischen Lastmanagement aus der Praxis, Vanessa Herhoffer von der „Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH“ zeigt auf, wie „Home Energiemanagement“ (HEMS) in organisch wachsenden Systemen funktioniert. Dazu präsentiert Fabian Kern vom „FZI Forschungszentrum Informatik“ Studienergebnisse zum Zusammenspiel von Smart Metern, „HEMS“ und flexiblen Anlagen – und Nikolaus Starzacher von „Countrol GmbH“ befasst sich mit der Sicht des Messstellenbetreibers, ob Smart Metering aktuell eher Katalysator oder Bremsklotz ist. Abgerundet werden die Impulse durch Jan Wachter vom KIT, Institut für Automation und angewandte Informatik: Er gibt exklusive Einblicke in das Lastmanagement der Musterhäuser im „Living Lab Energy Campus“.
Herstellerübergreifend in die Zukunft: Integration als Standard
Lösungen für die Praxis sind gefragt: Wie gelingt die herstellerübergreifende Steuerung? Die „Brennpunkt“-Veranstaltung bietet Antworten für Fachplaner, Installateure und Energieberater, richtet sich aber ebenso an interessierte Anwender. Ziel ist es, Impulse für eine bessere Systemintegration zu geben und marktfähige Lösungen zu diskutieren.