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Eine Hand wischt am unteren Rand die Innenseite eines beschlagenen Fensters ab.
© shutterstock/ronstik

Schimmel vermeiden: Richtig heizen und lüften in der Mietwohnung

Schimmel in der Mietwohnung ist besonders in der Heizperiode ein häufiges Problem. Dabei geht es nicht nur um unschöne Flecken an Fenstern oder Wänden. Schimmel kann die Gesundheit beeinträchtigen und langfristig Schäden an der Bausubstanz verursachen. Oft erkennen wir die zu hohe Feuchtigkeit erst, wenn es bereits zu spät ist. Ein Hygrometer, konsequentes Lüften und richtiges Heizen können dabei helfen, das Schimmelrisiko zu verringern.

Wie entsteht Schimmel?

Unsere Raumluft enthält immer Feuchtigkeit. Warme Luft kann dabei mehr Wasser aufnehmen als kalte. Trifft warme Raumluft auf kalte Oberflächen wie Fensterscheiben, Raumecken oder Außenwände, kühlt die Luft ab. Dabei kann sie nicht mehr so viel Feuchtigkeit halten, und der Wasserdampf wird zu Wasser. Es entsteht Kondenswasser.

Richtig heizen: Schimmel vermeiden und Energie sparen

Um Heizkosten zu sparen, werden ungenutzte Räume oft weniger beheizt. Dabei ist wichtig, dass diese Räume regelmäßig gelüftet werden und auch die Luftfeuchtigkeit kontrolliert wird, zum Beispiel mit einem Thermo-Hygrometer. Türen zwischen unterschiedlich beheizten Zimmern sollten geschlossen bleiben, damit feuchte Luft nicht in kühlere Räume gelangt und ein Schimmelproblem verursacht.

Die Energieberaterinnen und -berater der KEK empfehlen folgende Raumtemperaturen:

  • Wohnzimmer und Küche: 18–20 °C
  • Bad: 20–22 °C
  • Schlafzimmer: ca. 18 °C

Richtig lüften: Eine Wissenschaft für sich

Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern eignet sich gut, um verbrauchte Luft schnell auszutauschen. Wir empfehlen mehrmals täglich drei bis fünf Minuten (im Winter) bzw. zehn bis zwanzig Minuten (im Frühling und Herbst) zu lüften. Nach dem Duschen, Kochen oder Schlafen sollte die entstandene Feuchtigkeit ebenfalls direkt durch das offene Fenster nach draußen.

Luftfeuchtigkeit messen und richtig bewerten

Die optimale Luftfeuchte hängt von der Bausubstanz und der Dämmung ab. Um zu erkennen, ob ein Raum zu feucht ist, hilft ein Thermo-Hygrometer (Erhältlich im Baumarkt oder Drogerie). Um die Luftfeuchte richtig zu bewerten, muss immer auch die Raumtemperatur berücksichtigt werden. Denn kältere Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen.

Optimale Luftfeuchte:

  • Ungedämmter Altbau: ca. 25–45 %
  • Gut gedämmter Neubau: ca. 35–55 %

Praktische Tipps für den Alltag:

  • Mehrmals täglich 5 bis 10 Minuten Stoßlüften
  • Raumtemperatur konstant halten
  • Kondenswasser an den Fensterrahmen sofort abwischen
  • Möbel mit mindestens 5 bis 10 cm Abstand zu den Außenwänden aufstellen
  • Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer überwachen
  • Wäsche kann auch im Winter im Freien getrocknet werden; dauert zwar etwas länger, dafür bleibt die Feuchtigkeit draußen

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