Grafik mit zwei Menschen in deren Mitte eine Zielscheibe steht.
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Kirsten ist die neue Assistenz der Geschäftsführung und möchte mehr über das Umweltmanagementsystem der KEK wissen. Sie interviewt dazu unsere EMAS-Expertinnen Maja und Farikha.

Ich bin erst seit September 2025 im Team der KEK und arbeite mich noch in alles ein… Deshalb meine Frage: Könnt ihr mir in drei Sätzen kurz erläutern, was sich hinter dem Kürzel EMAS verbirgt?

Maja: EMAS (kurz für Eco-Management and Audit Scheme) ist ein von der Europäischen Union entwickeltes, freiwilliges Umweltmanagementsystem für Unternehmen und Organisationen, die ihre Umweltleistung kontinuierlich verbessern wollen. Es kombiniert ökologische Verantwortung mit ökonomischen Vorteilen, umfasst die Norm ISO 14001 und erfordert die Veröffentlichung einer von unabhängigen Umweltgutachtern geprüften Umwelterklärung. Unser Anspruch ist es, damit eine transparente, strukturierte und zugleich zukunftsorientierte Analyse unserer umwelt- und energierelevanten Aktivitäten zu gewährleisten und Optimierungspotenziale frühzeitig zu erkennen.

Vielen Dank! Maja, Du kümmerst Dich seit 2023 um diese Aufgabe bei der KEK. Ich habe mir auf unserer Homepage dazu unsere Umwelterklärung angeschaut, die einen Blick auf das vergangene Jahr 2024 erlaubt. Was konnten wir in 2025 schon alles verbessern im Vergleich zum Vorjahr?

Maja: Wir definieren jährlich klare Umweltziele für das laufende Jahr. Dafür wird jedes Team aufgerufen, eigene Ideen einzubringen. In 2025 lag der Beratungs-Fokus zum Beispiel auf dem Thema Wärmewende. Also nahmen wir uns vor, in Kooperation mit den Bürgervereinen Informationsveranstaltungen zum Thema klimafreundliches Heizen in allen Karlsruher Stadtteilen durchzuführen. Dass wir es am Ende geschafft haben, bis auf einen Stadtteil, alle zu erreichen, ist für uns ein großer Erfolg.  Außerdem konnten wir mit rund 50 Beratungen von Wohnungseigentümergemeinschaften sowie 280 Beratungen von Mehrfamilienhäusern zum Thema Heizung & Sanierung zur Wärmewende in Karlsruhe beitragen. Verbesserungen konnten wir aber auch im Kleinen vornehmen, wie z.B. durch unsere Beteiligung an den Karlsruher Dreck-Weg-Wochen oder durch die Installation eines Insektenhotels auf dem Balkon des KEK-Büros.

Also breit gefächerte Umweltziele, prima! Farikha, du bist seit Sommer 2025 auch im Umweltmanagement-Team und übernimmst die Aufgabe nun kommissarisch. Was sind dabei die Herausforderungen für Dich?

Farikha: Ich war anfangs überrascht, wie viele Daten im Haus erhoben werden, um die wichtigsten Kennzahlen für den jährlichen Bericht zu erstellen. Die Check-Liste ist sehr umfangreich, auch wenn wir kein produzierendes Gewerbe sind! Wichtig ist dabei nicht nur die Betrachtung der direkten und indirekten Umweltauswirkungen unserer (Dienst-)Leistungen, sondern auch die kritische Selbstkontrolle in den Arbeitsräumen. Dabei nehmen wir alles unter die Lupe: Unsere Büroausstattung, die Energieeffizienz am Arbeitsplatz, Abfall-Vermeidung, den effizienten Ressourceneinsatz bis hin zu möglichen baulichen Maßnahmen – auch wenn hier die Möglichkeiten bei uns als Mieter natürlich begrenzt sind. Ich freue mich über diese neue Erfahrung, die KEK auch noch von einer anderen Seite kennenzulernen.

Was sind anvisierte KEK-Umweltziele für 2026?

Farikha: Als zentrale Anlaufstelle für kompetente, unabhängige und kostenfreie Energie-Erstberatung in Karlsruhe, unterstützen wir den Ausbau der erneuerbaren Energien in Karlsruhe, aktivieren das Bewusstsein und Handeln der Karlsruherinnen und Karlsruher im Bereich Energieeffizienz und fördern die Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung und Optimierung des Energieverbrauchs.
Über Best-Practice-Beispiele von Unternehmen, Hauseigentümern und Hauseigentümerinnen oder Mieterinnen und Mietern wollen wir noch mehr tolle Umsetzungsergebnisse zeigen und andere motivieren diese nachzuahmen. Hier kann ich unter anderem auf das im Oktober 2025 online gestellte Beispiel der Firma Knirsch verweisen. Wir müssen uns aber auch immer wieder an die eigene Nase fassen und intern jeden Tag ein bisschen daran arbeiten, Energie und Ressourcen zu sparen.

Vielen Dank für Eure Erläuterungen zu diesem wichtigen Thema und viel Erfolg mit Deiner neuen Aufgabe Farikha!

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