Blower-Door-Test © KEK
Im Sommer finden kostenfreie Luftdichtigkeitsmessungen, auch Blower-Door-Test genannt, in den aktuellen EnergieQuartieren statt.

Kennen Sie die natürliche Luftwechselrate Ihres Gebäudes bei geschlossenen Türen und Fenstern? Kaum einer weiß, dass sie entscheidend für ein behagliches Wohnklima und zur Vermeidung von Schimmelbildung an Wärmebrücken ist. Eine zu hohe natürliche Luftwechselrate bei geschlossenen Türen und Fenstern kann die Ursache für hohe Heizkosten sein. Ein zu geringer Luftwechsel sorgt für „dicke Luft“ im Raum.

Wie hoch die natürliche Luftwechselrate eines Hauses ist, bestimmen die Gebäudeenergieberater*innen der KEK durch die Messung der Luftdichtigkeit bei leichtem Überdruck. Die Messung ist die ideale Ergänzung zu einer Thermografie-Aufnahme und ein praktisches Instrument zur Qualitätssicherung bei Neubauten oder energetischen Sanierungen. Wer beispielsweise wissen möchte, ob die Luftwechselrate nach der Fenstersanierung noch ausreicht oder Fragen zum richtigen Lüftungsverhalten hat, erhält von den Expert*innen eine unabhängige Empfehlung.

Für Bürger*innen der aktuellen EnergieQuartiere bietet die KEK im Sommer kostenfreie Luftdichtigkeitsmessungen an. Interessierte können sich per E-Mail an quartiere@kek-karlsruhe.de anmelden und einen Termin vereinbaren.

FAQ Luftdichtigkeitsmessung
Was ist ein Blower-Door-Test?

Der Blower Door Test ist ein Differenzdruck-Messverfahren, das zeigt, wie luftdicht ein Gebäude ist. Mit dem Test kann die Luftwechselrate im Gebäudeinneren bestimmt werden. So lassen sich undichte Stellen in der Gebäudehülle, über die Luft und damit Wärme verloren gehen, aufspüren und gezielt abdichten.

Wann ist der Test sinnvoll?

Empfehlenswert ist der Test, wenn ein Gebäude neu gebaut oder energetisch saniert wird. Bei Neubauten gibt er Auskunft darüber, ob die durchgeführten Baumaßnahmen fachgerecht und ohne Mängel ausgeführt werden. In Bestandsgebäuden hilft der Test, Schwachstellen in der Gebäudehülle zu identifizieren.

Wie funktioniert das Blower-Door-Verfahren?

Um zu überprüfen, ob das Gebäude dicht ist, wird ein Ventilator im Rahmen der Haustür eingespannt und diese mit einer Folie abgedichtet. Das Gebläse erzeugt einen leichten Überdruck im Gebäude. Die Luft aus dem Gebäude entweicht an den undichten Stellen. Dann wird gemessen, wie viel Luft der Ventilator ins Gebäude blasen muss, um die Druckdifferenz zwischen innen und außen aufrecht zu erhalten:

Hat das Gebäude viele undichte Stellen, muss viel eingeblasen werden. Es ist weniger dicht und verliert mit der entweichenden Raumluft die Wärmeenergie. Bei aufwändigeren, kostenpflichtigen Gutachten wird zusätzlich eine Unterdruckmessung durchgeführt, d.h. die Ventilatorrichtung wird umgedreht. Bei dem kostenfreien Test der KEK wird nur eine einfache Überdruckmessung durchgeführt und kein Gutachten erstellt.

Welche Ergebnisse können gewonnen werden und warum ist eine weiterführende Beratung zu empfehlen?

Laut Energiesparsparverordnung darf sich die Luft bei einem Druckunterschied von 50 Pascal maximal dreimal pro Stunde austauschen, in Gebäuden mit einer Lüftungsanlage nur 1,5-mal. Der Test liefert immer nur einen Gesamtwert für das Gebäude. Um zielgerichtete Aussagen darüber treffen zu können, wo genau die Schwachstellen in der Gebäudehülle liegen, kann der Luftdichtigkeitstest mit einer Wärmebildbetrachtung kombiniert werden (Thermografie). Sind die Leckagen identifiziert, kann zielgerichtet saniert werden.

Oft können bereits mit einfachen, geringinvestiven Maßnahmen, wie zum Beispiel einem Dichtungsaustausch der Fenster und Außentüren, erste Verbesserungen hinsichtlich Energie- und Kosteneinsparungen erzielt werden.

Wo kann ich mich anmelden, wenn ich mein Gebäude untersuchen lassen möchte und was kostet das?

Termine können in Kombination mit einer energetischen Erstberatung vereinbart werden.

Bitte melden Sie sich per E-Mail unter quartiere@kek-karlsruhe.de oder telefonisch unter 0721 48088-22 an. Das Angebot ist kostenfrei und gilt nur innerhalb der laufenden EnergieQuartiere (zur Übersicht).